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Ausstellung | Bruno Taut
Von 1921 bis 1924 hinterließ der Architekt Bruno Taut (1880 - 1938) in der Stadt Magdeburg als Stadtbaurat deutliche Spuren. Taut war hierher gerufen worden, da er sich in der deutschen Gartenstadt-Bewegung einen Namen gemacht hatte. Bald nach der Gründung der Genossenschaft "Reform", in der sich Arbeiter der Krupp-Gruson-Werke seit 1909 organisiert hatten, engagierte diese Bruno Taut zur weiteren Planung ihrer kleinen Reihenwohnhäuser am Westrand der Stadt. So war der Architekt in der nach dem Ersten Weltkrieg neu gewählten SPD-Regierung bei der Einstellung des neuen Stadtbaurates bereits bekannt. Taut war sehr umstritten und seine Wahl erfolgte mit nur 39 Stimmen gegen 32. Angesichts der generellen wirtschaftlichen Misere der Inflationsjahre und der speziellen Krise einer jungen Industriestadt in den alten Mauern einer Festungsstadt, erwarteten die Magdeburger von ihrem neuen Stadtbaurat die Lösung vieler städtebaulicher Probleme. Diese wurden von Taut sehr ernst genommen. Hauptziel seiner Artikel und Reden war aber die Wiedereinführung der Farbe ins Stadtbild. Es entstand eine "Magdeburger Gruppe" von Architekten, die Tauts Anregungen auch noch lange nach seinem Weggang im Magdeburger Stadtbild umsetzten.
Rückblick - 1995
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