TechnikmuseumMagdeburg
Zur Geschichte des Technikmuseums
Von einer Produktionshalle zum Schaudepot ...
Schon mehrfach gab es in Magdeburg Ansätze, in dieser von Industrie geprägten Stadt, ein Museum zu etablieren, das sich mit der industriellen und kulturellen Vergangen-
heit von Stadt und Region auseinandersetzen sollte.

Ein erster bescheidener Anfang wurde bereits 1958 mit der Einrichtung eines Techniksaales im Kulturhistorischen Museum gemacht. Unter den gegebenen räumlichen Verhältnissen aber war eine umfassende Ausstellung, die der langen Tradition und Größenvielfalt der Magdeburger Gewerbe- und Industriegeschichte hätte gerecht werden können, nicht möglich. 1993 entschloss sich die Stadt Magdeburg zum Aufbau eines Technikmuseums in der ehemaligen Produktionshalle 18 des Schwermaschinen-
bau-Kombinats "Ernst-Thälmann".

In der 1871 errichteten Halle produzierte ursprünglich das Grusonwerk mittels einem von ihrem Gründer Hermann Gruson speziell entwickelten Hartgussverfahren Güter für Eisenbahn und Militär. Durch die Übernahme des Grusonwerks 1893 durch die Firma Friedrich Alfred
Krupp aus Essen wurde nun ein Großteil der Rüstungs-aufträge des Krupp-Gruson-Werks vom Essener Standort übernommen. Gleichwohl entwickelte sich die vormalige Panzergießerei zu einem wichtigen Standort der deutschen Rüstungsindustrie. Diese vor allem im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg "kriegswichtige" Produktion in Magdeburg war eine Ursache für die großflächige Zerstörung der Stadt im Jahr 1945.

Später wurde der Betrieb zunächst als "Sowjetische Aktiengesellschaft" (SAG) weitergeführt und 1951 in "Ernst-Thälmann-Werk" umbenannt. Bei der Kombinatsbildung 1969 wurde das Werk Stammbetrieb des SKET und zum Zentrum des Schwermaschinenbaus der DDR. Nach der Wiedervereinigung diente die Halle noch bis 1993 dem Stahlbau.

Der Museumsbetrieb wurde hier im Mai 1995 mit einem Schaudepot eröffnet.