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Zeilensetz- und Gießmaschine
Dem gelernten Uhrmacher Ottmar Mergenthaler war es 1884 gelungen, die erste Zeilensetz- und Gießmaschinen zu konstruieren. Bisher wurden die einzelnen Typen von Hand mit der von Johannes Gutenberg um 1440 entwickelten Methode der beweglichen Lettern gesetzt. Beim schnelleren Setzverfahren durch die Linotype werden über eine Klaviatur Matrizen gesetzt und zeilenweise mit Blei ausgegossen. Diese Technik ersetzte das bisher übliche Schreiben und Kopieren von Büchern per Hand und wurde noch Jahrhunderte lang angewandt. Mit der Erfindung der Setzmaschinen von Linotype 1886 und Monotype 1897 entstand auch der Beruf des Maschinensetzers.
Es begann ein neues Zeitalter in der Drucktechnik. Zeitungen und Bücher konnten schneller und billiger hergestellt werden. Etwa ein Jahrhundert lang dauerte die Ära der Linotype. Doch dann vertrieben neue Techniken, wie Fotosatz und später Desktop Publishing (DTP) die Linotypemaschine, die heute nur noch manchmal in kleinen Druckereien zu finden ist. Heute ist die Digitale Druckplattenbelichtung (englisch Computer to Plate, CTP) eine gängige Technik, bei der die Druckplatten direkt im Plattenbelichter bebildert werden.


Leistung verschiedener Satzherstellungssysteme
1800 Handsatz nach Gutenberg
1.400 Zeichen/Std.

1859 Hatterley Setz- und Classiermaschine
4.000 Zeichen/Std.

1886 Zeilensetz- und Giesmaschine
6.000 Zeichen/Std.

1960 Zeilensetz- und Giesmaschine mit Lochstreifensteuerung
25.000 Zeichen/Std.

1960 Fotosatzanlage "Fototronic"
70.000 Zeichen/Std.