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Stationäre Scheunen-Dreschanlage
Hersteller Firma Zimmermann, Magdeburg-Stadtfeld
Baujahr um 1900
Schenkung Herr Buchwald, Glindenberg, 2000

Die Gewinnung von Getreide stellte von jeher eine arbeits- und zeitintensive Tätigkeit dar. So wurde bis in das 19. Jahrhundert hinein von Hand gedroschen (Dreschflegel) oder aber mit Zugtieren, welche schwere Walzen über das Getreidestroh schleppen mussten, womit zunächst nur ein erster Arbeitsgang erledigt war.

Die aus einer Scheune in Glindenberg geborgene Dreschanlage stellte zur Zeit ihrer Errichtung zwar eine nicht unerhebliche Investition dar (Kosten ohne Motor: 1.500-3.800 Reichsmark), gleichzeitig aber auch eine bedeutende Arbeitserleichterung.

Die Angaben zur Leistungsfähigkeit solcher Dreschanlagen sind schwankend und werden mit der Drusch von 1,5 bis 4 Tonnen Getreidegarben je Stunde angegeben. Zum Betrieb wurden etwas 7-10 Personen benötigt. Da dies noch immer nicht sehr wirtschaftlich klingen mag, muss man sich vor Augen halten, dass die anfallenden Arbeiten nun auch von schwächeren Arbeitskräften in kürzerer Zeit erledigt werden konnten.

Zum Betrieb von Dreschanlagen dienten, wie in diesem Fall, Dieselmotoren aber auch Pferdegöpel und Dampfmaschinen. Angesichts der besagten Anschaffungskosten kann man davon ausgehen, dass mit dieser Anlage nicht nur das Getreide eines Hofes gedroschen wurde. Unter Umständen schloss sich daran sogar ein Getreide- und Futtermittelhandel an.